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Grabenlose Verlegeverfahren Entsorgung

Erneuerung

TIP-Verfahren (tight in pipe) zur Kanalsanierung


Verfahrensbeschreibung:
Beim TIP-Verfahren werden vorrangig Einzelrohre aus PP-HM eng am Altrohr anliegend verbaut. Der Einbauvorgang erfolgt dabei in der Regel von Schacht zu Schacht komplett ohne Tiefbauarbeiten.
Durch eine am ersten Rohr platzierte Kalibrierhülse werden während des Einbaus im Altrohr befindliche Versätze (bis 10% vom Querschnitt) und Deformationen (bis > 25% vom Rohrquerschnitt) auskalibriert und der Kanal zurück in den kreisrunden Zustand geformt. Somit entfallen i. d. R. aufwendige Fräsarbeiten im Altrohr. Das Verfahren wird bei Altrohrzustand I, II und III eingesetzt. Verwendet werden dabei statisch selbsttragende Neurohre im Bereich SN 12 bis SN 16, unabhängig von der Substanz des Altrohres.

1) Deformiertes Altrohr
2) Kalibrierhülse rundet zurück in den kreisrunden Zustand
3) Statisch selbst tragfähiges Neurohr liegt eng am Altrohr an

Aufgrund der besonderen Rohrmaße bleibt der Querschnittsverlust minimal und die materialgleiche, grabenlose Anbindung von Anschlusskanälen ist ab Altrohrgröße DN 250 (200) möglich. In der Regel wird eine Zuglafette oder ein modifizierter Vorschubzylinder in einem dafür vorgesehenen Schacht (Maschinenschacht/ Startschacht) oder Grube (Maschinengrube/ Startgrube) installiert und anschließend das Neurohr aus PP-HM in das Altrohr eingebracht. Je nach Maschinentechnik erfolgt der Einbau im Einzugverfahren mit Hilfe einer Vorspanntechnik oder im Vorschubverfahren anhand eines modifizierten Teleskopzylinders. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, das TIP-Verfahren dynamisch mit einer pneumatisch angetriebenen Miniramme/ Erdrakete durchzuführen.

Einsatz von Schacht zu Schacht
Maschinenschacht, Einbau der Neurohre

Sehen Sie hier den Einbauvorgang aus einem Schacht auf unserem Videokanal:

Je nach Schadensbild und Maschinentechnik sind Vortriebsgeschwindigkeiten bis zu 25 m/ Std. realisierbar, was einer Tagesleistung von 2 Haltungen entspricht. Somit ist das TIP-Verfahren mit Neurohr und einer technischen Nutzungsdauer von über 100 Jahren eine äußerst wirtschaftliche Alternative zu den gängigen Renovationsverfahren, egal ob Altrohrzustand I, II oder III. Die statische Bemessung erfolgt nach ATV-M 127-2 und kann gerne seitens Schöngen zur Verfügung gestellt werden.

Maßnahme Olpe AZ III, vor der Sanierung
Maßnahme Olpe nach der Sanierung

Einsatzvarianten:

  • Von Schacht zu Schacht (Einzelrohr bis maximal DN 400)
  • Von Schacht zu Grube  (Einzelrohr bis maximal DN 500)
  • Von Grube zu Grube (Einzelrohr und Rohrstrang bis ca. DN 600 und größer)

Einsatzvariante Schacht zu Schacht
Einsatzvariante Grube - Schacht

Grundsätzlich ist es möglich, ab Altrohrgröße DN 250 vorhandene Anschlusskanäle beim TIP-Verfahren grabenlos und materialgleich anzuschließen. Mit Hilfe eines Packersystems oder Setzroboters erfolgt die Anbindung mit dem neuen Innensattel Typ TP-ZA 2016. Bei kleineren Nennweiten kann eine Anbindung mittels Injektionsverfahren erfolgen.

Grabenlose Anbindung mit TP-ZA 2016
Vortriebsrohr für das TIP-Verfahren mit MRV-Verbindung

Sehen Sie hier eine TV-Befahrung vor und nach der Sanierung im TIP-Verfahren inkl. grabenloser Anbindung der Anschlusskanäle:

Link zu SchöngenTV TIP-Verfahren vor nach der Sanierung

Einsatzbereiche:

  • Generell grabenlose Erneuerung von drucklosen Entwässerungssystemen
  • Altrohre aus Steinzeug (Stz.), Beton (B), Stahlbeton (Stb.) und Faserzement (AZ, FZ)
  • Defekte und undichte Rohrsysteme mit Undichtigkeiten, Scherbenbildung, Versatz, Rissbildung, Wurzeleinwuchs, Deformation, Teileinsturz, Korrosion
  • Altrohrzustand I, II, III


Vorteile TIP-Verfahren:

  • 100 Jahre technische Nutzungsdauer durch statisch selbsttragendes Neurohr aus PP-HM mit neuem Abnutzungsvorrat.
  • Werkseitig hergestelltes Neurohr, fremdüberwacht und zugelassen nach DIBT garantiert gleichbleibende Qualität und hohe Lebensdauer, unabhängig vom Ort des Einbaus
  • Sicher anwendbar nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (DWA M 143-15, RSV M 2.2).
  • Einsetzbar bis Altrohrzustand III
  • Fräsarbeiten am Altrohr entfallen weitestgehend
  • Wiederherstellung der Rohrstatik
  • Wiederherstellung des Kreiszustands
  • Grabenlose, materialgleiche Anbindung der Anschlusskanäle
  • Kleine, übersichtliche Baustelleneinrichtung
  • Mit Vortriebsgeschwindigkeiten bis zu 22 m/ Std. von Schacht zu Schacht äußerst wirtschaftlich einsetzbar
  • Auch bei beengten und schwer zugänglichen Verhältnissen leicht einsetzbar
  • Durchführbar komplett ohne Tiefbauarbeiten
  • Rohrmaterial PP-HM zu 100% recyclebar


Planung und Ausschreibung