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Grabenlose Verlegeverfahren Entsorgung

Erneuerung

Kaliberberstlining


Verfahrensbeschreibung:
Beim Kaliberberstlining-Verfahren werden vorrangig Kurz-, aber auch Langrohre mit einem größeren Ringraum im Altkanal verbaut. Durch eine am ersten Rohr platzierte Kalibrierhülse werden wie beim TIP-Verfahren im Altrohr befindliche Versätze und Deformationen auskalibriert, um Platz für das Neurohr zu schaffen. Somit entfallen auch hier meist aufwendige Fräsarbeiten im Altrohr. In der Regel erfolgt beim Kaliberberstlining eine Reduzierung des Querschnitts von mindestens einer Nennweite. Je nach Größe des Ringraumes ist ebenfalls eine grabenlose, materialgleiche Anbindung von Anschlusskanälen möglich. Grundsätzlich kommen beim TIP- als auch Kaliberberstlining-Verfahren die gleichen Maschinentechniken und Verfahrensvarianten zum Einsatz (statisch durch Ziehen oder Schieben oder auch im dynamischen Verfahren).

Kaliberbersten Variante von Grube zu Schacht

Unterschied TIP-Verfahren (tight in pipe/ eng am Altrohr) und Kaliberbersten:
Beim TIP-Verfahren erfolgt der Einbau des Neurohres eng am Altrohr anliegend. Das Neurohr ist hier so dimensioniert, dass der Ringspalt zwischen dem Außendurchmesser der Neurohre und dem Innendurchmesser der Altrohre bis DN 450 nicht mehr als 5 mm umlaufend beträgt. Ab DN 500 kann aufgrund größerer Maßtolleranzen der Altrohre ein größerer Ringspalt entstehen. Dieser ist gering zu halten und soll 12,5 mm umlaufend nicht überschreiten. Übertrifft das Maß die vorgenannten Werte, so spricht man von einem Ringraum, welcher in der Regel mit einem Dämmer aus statischen Gründen verfüllt werden muss. Beim TIP-Verfahren erfolgt der Einbau des Neurohres immer mit einem vorhandenen Ringspalt, der nicht verfüllt wird. Bei Kaliberbersten erfolgt der Einbau immer mit einem vorhandenen Ringraum, welcher nach Möglichkeit wie beim klassischen Relining verfüllt werden sollte.

TIP-Verfahren: Ringspalt (nach RSV M 2.2 bzw. DWA-M 143-12, -13)
Kaliberbersten: Ringraum (nach RSV M 2.2 bzw. DWA-M 143-12, -13)

Nach DWA-M 143-15 ist das Kaliberberstlining-Verfahren eine Variante des Berstlinings und damit ein Erneuerungsverfahren.

Einsatzvarianten:

  • Von Schacht zu Schacht (Einzelrohr bis maximal ca. DN 400)
  • Von Schacht zu Grube  (Einzelrohr bis maximal ca. DN 600)
  • Von Grube zu Grube (Einzelrohr und Rohrstrang bis ca. DN 600 und größer)


Einsatzbereiche:

  • Generell grabenlose Erneuerung von drucklosen Entwässerungssystemen und Kanälen
  • Altrohre aus Steinzeug (Stz.), Beton (B), Stahlbeton (Stb.) und Faserzement (AZ, FZ)
  • Defekte und undichte Rohrsysteme mi Scherbenbildung, Versatz, Rissbildung, Wurzeleinwuchs, Deformation bis über 50% vom Rohrquerschnitt, Korrosion, Teileinsturz, Totaleinsturz mit Zusatzmaßnahmen
  • Altrohrzustand I, II, III


Vorteile Kaliberberstlining-Verfahren:

  • 100 Jahre technische Nutzungsdauer durch statisch selbsttragendes Neurohr aus PP-HM mit neuem Abnutzungsvorrat.
  • Werkseitig hergestelltes Neurohr garantiert gleichbleibende Qualität und hohe Lebensdauer, unabhängig vom Ort des Einbaus
  • Sicher anwendbar nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (DWA M 143-15, RSV M 2.2).
  • Einsetzbar bis Altrohrzustand III
  • Fräsarbeiten am Altrohr entfallen weitestgehend
  • Wiederherstellung der Rohrstatik
  • Wiederherstellung des Kreiszustands
  • Grabenlose, materialgleiche Anbindung der Anschlusskanäle ist möglich
  • Kleine, übersichtliche Baustelleneinrichtung
  • Mit Vortriebsgeschwindigkeiten bis zu 22 m/ Std. von Schacht zu Schacht äußerst wirtschaftlich einsetzbar
  • Einsetzbar ohne Tiefbauarbeiten
  • Rohrmaterial PP-HM zu 100% recyclebar


Planung und Ausschreibung


  • Für aggressive Medien, Anwendung im industriellen Bereich oder Wasserschutzgebieten:
  • LV Texte Kaliberberstlining-Verfahren
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  • Einsatzbeispiel